Savourer am Cap Ferret 2020

Das Licht, die Stimmung, die Menschen, schöne Villen und schattige Wälder, kilometerlange Strände, Austern und Wein: Das Cap Ferret an der französischen Antlantikküste ist ein magischer Ort, an dem sich immer alles ein wenig wie in Zuckerwatte anfühlt. Besonders wenn am Abend die Sonnen hinter dem Meer verschwimdet und alles für eine kurze Zeit in ein zartes Rosarot färbt. Es gibt hier unendlich viel Schönes zu entdecken, allem voran: das süße Nichtstun.

Austern & die Cabanes

An kaum einem Ort isst man frischere Austern als hier. Und zwar nicht nur die Schickeria, sondern alle. Besonders zauberhaft ist es, durch die kleinen Gassen des Austerndorfs Le Canon zu schlendern und in einem der Cabanes frische Austern, Schnecken oder Terrinen mit einem Fläschchen Wein zu degustieren. Auch unten am Cap gibt es einige sehr gute und schöne Cabanes, zum Beispiel das Mimbeau, das wohl bekannteste am Cap. Weiter oben in Lege ist das Le Pieds dans l’eau bei Gästen wie Einheimischen beliebt. Kleiner Tipp: Bei den Cabanes auf die Öffnungszeiten achten, die sind mitunter speziell.

Le Phare

Kein Geheimtipp, aber trotzdem schön: Der Leuchtturm. Unten ein netter Souvenirshop und ein hübsch angelegter schattiger Pfad, der um den Leuchtturm führt, oben ein 360-Grad-Ausblick auf den Atlantischen Ozean, die Bucht von Arcachon sowie die gigantische Dune de Pilat, Europas größter Wanderdüne. Sehr eindrücklich werden einem deren Ausmaße bewusst, wenn man sie erklommen hat: Endlose Wüste mit einem atemberaubenden Blick übers Meer.

La mer

Wer ausgiebige Strandspaziergänge mag, wird diese Gegend lieben. Denn der Strand entlang der Halbinsel erstreckt sich über mehr als 100 Kilometer. In der Nebensaison hat man die weitläufigen Strände fast für sich, aber auch im Sommer ist genug Platz für alle. Ein besonderes Erlebnis ist eine kleine Wattwanderung bei Ebbe durch den Bassin, bei der man die vielen schönen Boote und die riesigen Austernbänke aus nächster Nähe betrachten kann. Wer es lebhafter mag, findet auf dem Boulevard de la Plage hübsche Boutiquen, Bars und Cafés. Etwas abseits aber angesagt sind Bali Bowls mit tollen Bowls oder auch das Cap ou pas Cap, einfach aber immer was los.

Tolle Städte in der Umgebung sind Bordeaux (ca. 1 h Fahrtzeit) Biarritz (ca. 2,5 h Fahrtzeit), Saint Jean de Luz (ca. 2,5 h Fahrtzeit) und San Sebastian (ca. 3 h Fahrtzeit)

Ein kleines Abenteuer ist ein Spaziergang durch die Avenue de 44 Hectares. Man sieht den Eingang in dieses „Wohnviertel“ von der Straße kaum und es hat beinahe etwas mystisches, wie die Bäume und Pflanzen hier in den Weg ragen. Ein Defender ist in dem Terrain tendenziell geeigneter, als ein Kinderwagen, aber beides geht. Hinter hohen Zäunen und Mauern verbergen sich herrschaftliche Häuser und Gärten. Es ist tatsächlich ein wenig so, als würde man in eine andere Welt tauchen. A propos tauchen, von hier gibt auch es einige direkte Schleichwege zum Bassin.

Bordeaux, seine Weingüter und Chalets sind in einem Tagesausflug gut zu erreichen. Anders als zum Beispiel in Südafrika sind die Weingüter allerdings weniger für spontane Degustationen ausgerichtet. Hier lohnt es sich, ein Tasting zu buchen. Wir hatten Glück und spontan eine tolle Führung über das Gut von Château de Rayne Vigneau und Latour Martillac bekommen. Besonders imposante Chalets und viele der weltbekannten Weingüter finden sich nördlich von Bordeaux in Margaux. Östlich von Bordeaux lohnt sich natürlich ein Ausflug nach Saint-Emilian in die malerischen Gassen, tollen Restaurants und riesigen Katakomben.

ESSKAPADEN am Cap Ferret

Rund um den Leuchtturm gibt es fußläufig viele tolle Restaurants, eine Auswahl:

La Maison du Bassin: köstliche Menüs, wunderschöne Terrasse, tolle Bar & Drinks, nette Hotelzimmer, wenn auch zur Hauptsaison etwas kostspielig.

Le Bouchon du Ferret: Frischer Fisch und Austern, relativ groß aber immer voll. Der Service ist immer ausgesprochen zuvorkommend und mehrsprachig.

La Cabane d’Hortense: Mit eine der schönsten Cabanes, entspannte Atmosphäre, angenehmere Menschen als im angesagteren Mimbeau.

Le Pére Ouvrard: Die Einrichtung ist sehr speziell, sollten Kindern dabei sein, eignet sich das hervorragend für die Aufklärung 😉 Essen & Wein ein Gedicht.

L’Escale: Etwas touristisch aber bei dem herrlichen Platz direkt am Wasser auch keine Wunder. Das Essen ist köstlich, besonders die Nachtische.

Ein wunderbares Erlebnis ist auch der Besuch der Markthalle am Cap, die im Sommer täglich und ansonsten mittwochs und samstags geöffnet hat. Hier gibt es frisches Obst und Gemüse aber auch Fisch, Fleisch und köstliche Tapas. Draußen werden handgefertigte Dinge und Kleidung angeboten. Bei einem Café und Macarons im Lemoine gleich nebenan vergehen Stunden wie Minuten.

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