Savourer am Cap Ferret

Das Licht, die Atmosphäre, die Menschen, Villen und Wälder, kilometerlange Strände und natürlich der fantastische Wein: Das Cap Ferret an der französischen Antlantikküste ist ein magischer Ort, an dem sich immer alles ein wenig wie in Zuckerwatte anfühlt. Es gibt hier unendlich viel Schönes zu entdecken, allem voran: das süße Nichtstun.

An kaum einem Ort isst man frischere Austern als hier. Und zwar nicht nur die Schickeria, sondern alle. Besonders zauberhaft ist es, durch die kleinen Gassen des Austerndorfs Le Canon zu schlendern und in einem der Cabanes frische Austern, Schnecken oder Terrinen mit einem Fläschchen Wein zu degustieren. Auch unten am Cap gibt es einige sehr gute und schöne Cabanes, zum Beispiel das Mimbeau, das wohl bekannteste am Cap. Weiter oben in Lege ist das Le Pieds dans l’eau bei Touristen wie Einheimischen beliebt. Kleiner Tipp: Bei den Cabanes auf die Öffnungszeiten achten, die sind mitunter speziell.

Kein Geheimtipp, aber trotzdem schön: Der Leuchtturm. Unten ein netter Souvenirshop, oben ein 360-Grad-Ausblick auf den Atlantischen Ozean und die Bucht von Arcachon sowie die gigantische Dune de Pilat, Europas größter Wanderdüne. Sehr eindrücklich werden einem deren Ausmaße bewusst, wenn man sie erklommen hat: Endlose Wüste mit einem atemberaubenden Blick übers Meer. Achtung, wer zum Beispiel mit kleinen Kindern unterwegs ist: Es kann dort oben sehr sonnig und windig werden.

Wer ausgiebige Strandspaziergänge mag, wird diese Gegend lieben. Denn der Strand entlang der Halbinsel erstreckt sich über mehr als 100 Kilometer. In der Nebensaison hat man die weitläufigen Strände fast für sich, aber auch im Sommer ist genug Platz für alle.

Tolle Städte in der Umgebung sind übrigens Bordeaux (ca. 1 h Fahrtzeit) Biarritz (ca. 2,5 h Fahrtzeit), Saint Jean de Luz (ca. 2,5 h Fahrtzeit) und San Sebastian (ca. 3 h Fahrtzeit)

Ein kleines Abenteuer ist ein Spaziergang durch die Avenue de 44 Hectares. Man sieht den Eingang in dieses „Wohnviertel“ von der Straße kaum und es hat beinahe etwas mystisches, wie die Bäume und Pflanzen hier in den Weg ragen. Ein Defender ist in dem Terrain tendenziell geeigneter, als ein Kinderwagen, aber beides geht. Hinter hohen Zäunen und Mauern verbergen sich herrschaftliche Häuser und Gärten. Es ist tatsächlich ein wenig so, als würde man in eine andere Welt tauchen. A propos tauchen, von hier gibt auch es einige direkte Schleichwege Bassin.

Bordeaux, seine Weingüter und Chalets sind in einem Tagesausflug gut zu erreichen. Anders als zum Beispiel in Südafrika sind die Weingüter allerdings weniger für spontane Degustationen ausgerichtet. Hier lohnt es sich, ein Tasting zu buchen. Wir hatten Glück und spontan eine tolle Führung über das Gut von Château de Rayne Vigneau und Latour Martillac bekommen. Besonders imposante Chalets und viele der weltbekannten Weingüter findet Ihr nördlich von Bordeaux in Margaux. Östlich von Bordeaux lohnt sich natürlich ein Ausflug nach Saint-Emilian in die Gassen, Restaurants und Katakomben.

ESSKAPADEN am Cap Ferret

Rund um den Leuchtturm gibt es fußläufig viele tolle Restaurants, von denen ich einige ganz besonders schätze:

La Maison du Bassin: köstliche Menüs, wunderschöne Terrasse, tolle Bar & Drinks, nette Hotelzimmer, wenn auch zur Hauptsaison etwas kostspielig.

Le Bouchon du Ferret: Frischer Fisch und Austern, relativ groß aber immer voll, mit Kindern gibt es einen gemütlichen separaten Raum.

La Cabane d’Hortense: Meines Erachtens die schönste Cabane, entspannte Atmosphäre, angenehmere Menschen als im angesagteren Mimbeau.

Le Pére Ouvrard: Die Einrichtung ist sehr speziell, sollten Kindern dabei sein, eignet sich das hervorragend für die Aufklärung 😉 Essen & Wein immer ein Gedicht.

L’Escale: Etwas touristisch aber bei dem herrlichen Platz direkt am Wasser auch keine Wunder. Das Essen ist köstlich, besonders die Nachtische.

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